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Mann in Ozean Titelbild
© Shutterstock, Symbolon AG

Mit Reflexionskompetenz Krisen kraftvoll meistern

2020 trat ein Virus in unser Leben und drehte unseren Alltag komplett um. Wir erlebten von jetzt auf gleich starke Veränderungen im Privaten wie auch im Beruflichen – ohne zu wissen, wie lang wir mit diesen Änderungen leben müssen und wann wieder „Normalität“ eintrifft.

Doch nicht nur nach außen hin veränderte sich im Jahr 2020 vieles. Jeder Mensch erlebte den Zustand anders und spürte Auswirkungen auf sein Innenleben. Je nach Situation können in einer Krise die verschiedensten Gefühle auftreten und Prozesse in Gang kommen. 

Bei den meisten Menschen aktivieren große ungeplante Veränderungen Verunsicherungen und Ängste. Beispielsweise die Angst das Gewohnte zu verlieren und in eine unbestimmte Zukunft zu müssen. Ängste um die eigene Gesundheit oder sogar das eigene Leben. Die Sorge um Freunde, Familie und um viele andere Menschen. Die Angst um den eigenen Job und belastende Existenzängste. Dabei ist der Grad der Bedrohung in erster Linie subjektiv. Denn oft fühlen sich Menschen in stark abgesicherten Situationen unsicherer als Menschen, die mit ganz wenig Sicherheiten leben oder Existenzbedrohungen durchlaufen. 

Bei Anderen ist es vielleicht Druck und Stress. Wenn zum Beispiel der Alltag in der Familie neu geregelt werden muss oder Anpassungen sowie Umstrukturierungen im Unternehmen zu mehr Arbeit und Belastungen führen. Ob Angst, Stress oder andere neu eintretende Gefühlszustände, all dies kann entweder lähmend wirken und uns träge machen oder aber auch zu Aktionismus führen. 
Befinden wir uns in einem lähmenden Zustand, hilft es, zu erkennen und zu wissen, woher das Gefühl kommt und wann es kommt. Denn dem Gefühl unreflektiert nachzugeben bewirkt, dass man in der Situation stecken bleibt.
Auch bezeichnen sich immer mehr Menschen als „Coronagewinner“. Sie sehen das Meiste positiv und schätzen die Reduktion mit Fokussierung. Überfälliges oder Lästiges konnte abgeschafft werden, das „neue Leben“ brachte viele Vorteile hervor.

Doch wie immer sich die eigene Situation und die damit verbundenen Befindlichkeiten zeigen, damit souverän umzugehen ist leichter gesagt als getan. Wie gelingt es uns, in einer Krise einen kühlen Kopf zu bewahren und uns von dem Außen nicht zu sehr beeinflussen zu lassen? 

Selbstreflexion hilft, unsere inneren Abläufe und Muster zu erfassen. Das, was im geregelten Alltag unter den Teppich gekehrt werden kann, wird in der Krise an die Oberfläche katapultiert. Muster sowie konstruktive als auch destruktive Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen werden sichtbar. Die Auseinandersetzung mit unseren Tiefen ermöglicht uns das Wesentliche zu erkennen und einen Wandel voranzutreiben. Durch das Eintauchen können wir uns nicht nur aus unangenehmen oder zwanghaften Zuständen lösen, wir öffnen auch ganz neue Türen und können somit wieder den Freiheitsgrad erhöhen. 
Auf den ersten Blick bringt beispielsweise eine Umorientierung oder Umstrukturierung nur Mühen, Sorgen oder mehr Arbeit mit sich. Doch reflektieren wir, was die Situation genau mit uns macht, können wir darin auch neue Chancen und Möglichkeiten erkennen. Plötzlich sehen wir Optimierungen, die wir zuvor nicht sehen konnten. Wir werden kreativ, entdecken neue Wege und wachsen somit sogar über uns hinaus.

Viele Menschen orientieren sich jedoch mehr am Außen als am Innen und lassen sich von gesellschaftlichen Prozessen stark beeinflussen. Dabei werden Situationen oftmals entweder über- oder unterreflektiert. Das kann einen immer weiter in die falsche Richtung treiben. Vor allem in einer Krise, die uns vielleicht mit Angst füllt, ist es wichtig, die stimmige Mitte für sich zu finden und die eigene Reflexionskompetenz zu entwickeln. Die Mitte bedeutet jedoch keinesfalls eine Art von Gleichgültigkeit. Eine entwickelte Reflexionskompetenz kann sich in beiden Feldern bewegen. Je nach Situation und Anforderung kann sie auch in Extreme gehen, im Sinne von „Augen zu und durch“ oder „Stehen bleiben und hinterfragen“.

«Es lohnt sich, geduldig zu beobachten, was in der Seele im Stillen geschieht, und es geschieht das Meiste und Beste, wenn es nicht von außen und oben hineinreglementiert wird.» 

Carl Gustav Jung

Reflexion und somit die Entwicklung der Reflexionskompetenz ist ein passiver Nachspür-Prozess, in dem wir an- und innehalten. Wir nehmen Eindrücke, Ahnungen, Stimmungen und vieles andere wahr, nähern uns ihnen an, erfassen sie und erlangen neue Erkenntnisse. Lassen wir äußere Ablenkungen und Kompensationen dabei außer Acht, geben wir persönlichen Selbsterkenntnissen und Veränderungen eine Chance. 

Mithilfe von Selbstreflexion und der Entwicklung der eigenen Reflexionskompetenz werden wir uns unserer Gefühle und deren Ursprünge bewusst. Wir lassen uns auf eine Reise in unser Innerstes ein und stärken somit nicht nur unser Selbstwertgefühl und unser Wohlbefinden, sondern auch unsere Resilienzfähigkeit nachhaltig. 


Kontakt:

Symbolon AG

office@symbolon.com

Christine Kranz, Gründerin und Geschäftsführerin der Symbolon AG, ist seit über 30 Jahren als Top Executive Coach tätig. Mit der Entwicklung der Symbolon-Methode® im Jahr 1999 führte sie Selbstreflexion mit Kunstwerken in der Wirtschaft ein. Ihre Pionierleistung im Kunstcoaching mit Persönlichkeitsanalysen für Einzel- und Teamcoaching ist herausragend. Die von ihr gegründete Symbolon-Academy bildet laufend Fachkräfte aus dem Coaching-, Beratungs-, Trainingsbereich sowie aus dem HR- Bereich aus.

2019 und 2020 leitete Christine Kranz als Präsidentin (2019 elect) das Deutsche Chapter der International Coaching Federation. 2019 wurde ICF Deutschland mit dem internationalen Chapter Recognition Award ausgezeichnet. Die ICF ist mit rund 35 000 Mitgliedern der größte Berufsverband für Coaches weltweit. Christine Kranz steht für einheitliche und geprüfte Qualitäts- und Ethikstandards sowie ein starkes internationales Berufsnetzwerk. Die erfahrene Psychologin und Ausbilderin hält den ICF Master, die höchste weltweite Zertifizierung für Coaches.

Vorstellungsvideo und Interview Christine Kranz

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