Raus aus dem Hamsterrad!
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Selbstreflexion: Raus aus dem Hamsterrad!

Kaum etwas ist spannender als die eigene Entwicklung: Als Mensch, als Führungskraft, als Team oder Organisation. Je genauer wir hinschauen, umso deutlicher erkennen wir, was unsere Erfolge begründet und zu unseren Misserfolgen beiträgt … immer wieder.

Steht uns eine längere Reise in unbekanntes Terrain bevor, nehmen wir uns in der Regel ausreichend Zeit für die Vorbereitung. Denn viele Wege führen nach Rom: Auf dem Luftweg, per Zug oder PKW. Mit dem Bike, per Anhalter, auf Schusters Rappen. So rasch und direkt es die Umstände zulassen oder mit Muße und Zeit für den einen oder anderen Umweg. 

Anspruchsvollen Entwicklungsprozessen jedoch treten wir allzu häufig mit einer erstaunlich passiven Haltung gegenüber … oder besser: Wir stolpern von Umständen getrieben von einem Versuch zum nächsten, gehen nach dem Feuerwehr-Prinzip vor und wachen erst auf, wenn’s heiß wird und nach Rauch stinkt.

Die Qual der Wahl

Es ist wirklich nicht einfach, aus den vielen Angeboten dasjenige herauszupicken, das uns tatsächlich weiterbringt. Der psychosoziale Supermarkt ist reich bestückt mit vielen bunten Gelegenheiten, die zur Verkostung einladen: Ein Wochenendseminar hier, ein Podcast da. Mal eine fachliche Weiterbildung, ein Literaturhinweis, mal was ganz Persönliches. 

Entwicklung2go sozusagen. Warum auch nicht?

Seit Jahrtausenden wagt sich der Mensch auf vielen Wegen an die uralte Herausforderung des „Gnothi seauton“ heran. Erkenne dich selbst: Als Mensch, in deiner Rolle als Teammitglied, als Führungskraft.

Philosophie, Psychologie und die unterschiedlichsten spirituellen Schulen sind dabei auf drei scheinbar universale Elemente gestoßen, die den Weg zu Einsicht und Selbsterkenntnis säumen:

  1. Innehalten: Muster unterbrechen … STOP!
  2. Umwenden: Vom Objekt zum Subjekt … was tut sich in mir?
  3. Loslassen: Urteilsfreies akzeptieren … Annehmen, was ist.

Photo by Yeshi Kangrang on Unsplash

Innehalten

Die Grundelemente von Quod.X® haben sich im Verlauf vieler Projekte über einen Zeitraum von mehr als 10 Jahren herausgebildet. Oder – frei nach Thomas Edison: Innovation entsteht aus 1% Inspiration und 99% Transpiration. Versuch und Irrtum. Begeisterung, Ernüchterung, Bestätigung. 

Und immer wieder: STOP! Raus aus der alltäglichen Tretmühle. Innehalten, Feedback einholen, sich hinterfragen. 

Umwenden: Vom Objekt zum Subjekt

Die wenigsten etwas anspruchsvolleren Aufgaben lassen sich rein sachlich abwickeln. Neben den zu formulierenden Zielen, Vorgehensweisen und verfügbaren Ressourcen spielt der „Faktor Mensch“ eine nicht zu unterschätzende Rolle: Aneinander vorbei zu reden ist weit verbreiteter als wir uns das wünschen.

Hier den aufrichtigen Blick nach innen zu richten, statt beim Gegenüber nach Fehlern zu suchen, kann Wunder wirken – und birgt erstaunliche Erkenntnisse über sich selbst.

Loslassen

Für „Macher-Typen“ ist das vielleicht die größte Herausforderung. Denn Führungsverantwortung bringt es mit sich, zu gestalten. Schließlich werden wir an unseren Ergebnissen gemessen und wollen mit aller uns verfügbaren Kraft sicherstellen, dass gesetzte Ziele auch erreicht werden.

Wenn die Dinge bei aller Anstrengung einfach nicht gelingen wollen kann es sehr hilfreich sein, das eigene Urteil über die Umstände einmal auszusetzen. Aus dem Kreislauf von Rede und Gegenrede auszusteigen schafft Raum zum Atmen und für neue, kreative Ideen.

***

Dieser Dreiklang aus Innehalten, Umwenden und Loslassen ist eines der Kernelemente unseres systemischen Reflexionstools Quod.X®: 

  • Was fällt dir auf? 
  • Worum geht’s dir dabei? 
  • Welchen deiner Aufgabenbereiche betrifft diese Erfahrung? 

Diese kurzen Reflexionssequenzen im konkreten Alltag haben’s in sich. Sie sind Einfallstore für ganz neue kreative Ideen: Momente, in denen uns die Muse küsst. Wenn wir es zulassen. 

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